Wir alle kennen und lieben sie: die Vertreter des “Classic Rock”. Was früher einfach nur “Rock” war, hat Anfang der 1980er dank dem amerikanischen Radiosender WYSP aus Philadelphia den Zusatz “Classic” bekommen, um die beliebte Spielart von den Hair Metal-Bands der 80er und der neu aufkommenden Post Rock und Grunge-Bewegung zu unterscheiden. Die Rede ist natürlich von solchen Klassikern wie den Rolling Stones, Jethro Tull, Queen, The Kinks, The Yardbirds und späten Beatles (vor allem das 1968 erschienene “The BEATLES”, das auch als “White Album” gehandelt wird). Doch woher genau kommt der klassische Rock? Wir haben ein bisschen tiefer gegraben.

Am Anfang war der Blues

Dass Rock viele Einflüsse hat wird den meisten Fans klar sein. Und auch der Ursprung des Rock ist vielen bekannt: der Blues. Ursprünglich eine Musikart, die von afro-amerikanischen Sklaven während der Arbeit gesungen wurde, entwickelte sich aus den sehr rhythmischen Grundstrukturen des Blues in den 1950er Jahren die beliebte Spielart des Rhythm & Blues. Gitarren, Schlagzeug und Bass wurden zur bisher eher minimalistischen Instrumentalisierung des Blues hinzugefügt. Eine weitere Entwicklung: die weiße Bevölkerung der USA fand zunehmend gefallen an der rhythmischen Musik der ehemaligen Sklaven und versuchte, den Stil nachzuahmen. Das war mal mehr, mal weniger erfolgreich – das beste Beispiel für erstere Situation ist dabei natürlich Elvis Presley.

Diese Spielart des Rhythm & Blues, die – auch dank Elvis’ Hüftschwung – schnell als “Rock’n’Roll” bekannt wurde, inspirierte vor allem im Vereinigten Königreiche viele junge Menschen, die mit Soul und Reggae aus dem britischen Commonwealth, vor allem aus Jamaica, in Berührung gekommen waren und sich in ihrer Musik deutlich von den vorherrschenden Schlager-Varianten der Eltern abgrenzen wollten. Ein weiterer Einfluss waren die Beatles, die mit dem White Album eine neue Ära der Musik prägten – und Musiker wie Mick Jagger, Ian Anderson und Pete Townshend nachhaltig beeinflussten.